1 Einleitung
2 World Wide Web (WWW)
2.1 Geschichte
2.2 Funktion
2.3 Suchsysteme
3 Data Mining & Clearinghouse-Konzept
3.1 Begriffserklärung
3.2 Merkmale eines Clearinghouses
3.3 Beispiel für ein Clearinghouse
3.3.1 The Argus Clearinghouse
4 IWF – Clearinghouse
4.1 Definition des Themengebietes und des Zielpublikums
- Bewertungskriterien für Internetquellen
im IWF-Clearinghouse
4.3 Suchen & Finden von Links zur Zellbiologie
4.4 Fundstellenbewertung
5 Realisierung des IWF-Clearinghouses
5.1 Design & Corporate Identity
5.2 Designvoraussetzungen von HTML-Seiten
5.3 Layout des IWF-Clearinghouses
5.4 Programmierung der HTML-Seiten
6 Schlußbetrachtung
Literaturverzeichnis
Anhang
Seit Beginn der 90er Jahre wird das Internet als Informationsressource
zunehmend bedeutender. Als das bislang vielseitigste Werkzeug des Internets
gilt das World Wide Web. Es ist ein "hochentwickelter Internetdienst",
dessen Vorteil Hypertextverbindungen sind, die der Benutzer, geleitet von seinem
Informationsbedarf, durchsuchen kann und so theoretisch den "gesamten Informationsbestand
des Web" erschließen kann. Allerdings kann das "Durchsurfen"
aller heute geschätzten "60-70 Millionen Dokumente" wohl kaum mehr
realisiert werden. Das Internet, das an sich schon eine spezifische Reaktion
auf eine (anfangs militärische) informatorische Problemstellung war und ist,
verursacht inzwischen aus der Sicht des Endnutzers durch diese große und unstrukturierte
Datenmenge erhebliche Retrievalprobleme. Gab es vor dem Internet die Schwierigkeit,
überhaupt Informationen zu finden (ausschließlich in speziellen Datenbanken),
existiert nunmehr das Problem des zu vielen Ballasts an nicht-relevanten Informationen.
Zielorientierte Retrievalstrategien, die mit Hilfe von Internet-Suchdiensten,
dazu zählen z.B. Suchmaschinen, Kataloge oder Indizes, durchgeführt werden,
bleiben für eine Vielzahl von Fragestellungen den Informationsspezialisten vorbehalten.
So ist das sog. "Data Mining" ein Lösungsansatz, der nicht innerhalb
der Bedienungskompetenz jeden Endnutzers liegt. Diese Tatsache hat dazu geführt,
daß verstärkt verlagsorientierte Informationsdienste im World Wide Web entstanden
sind. Ihr Merkmal ist die moderierte, also redaktionelle Bearbeitung der angestrebten
Informationen. Hierfür steht der Terminus Clearinghouse, dessen Aufgabe es ist,
an einer zentralen Stelle fachbezogene Informationen endnutzergerecht bereitzustellen.
Das Institut für den wissenschaftlichen Film (im folgenden:
IWF) in Göttingen hat ein Projekt gestartet, dessen Ziel die stufenweise Erstellung
und Vermarktung interaktiver Wissensrepräsentationen zur Zellbiologie ist. Ein
Online-Dienst soll Informations- und Lehrmedien vermitteln und dazu beitragen,
die Produktpalette des IWF zu modernen elektronischen Medien hin auszuweiten.
In diesem Zusammenhang soll ein Clearinghouse zur Zellbiologie entwickelt werden.
Das Clearinghouse soll ein Instrument zur Informationssuche in diesem Wissenschaftsbereich
darstellen, das nicht nur im Schul- oder Hochschulbereich, sondern auch von
allen anderen biologisch Interessierten genutzt werden kann. Online angebotene
Medien können zu einer Verbesserung der Lehre und der Bildung insgesamt beitragen.
Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll ein Konzept für das Clearinghouse
erstellt und in benutzerorientierter Weise im Internet präsentiert werden.
Nach einer kurzen Einführung in die Entstehung und Funktionsweise
des World Wide Web werden im zweiten Kapitel der vorliegenden Arbeit eine allgemeine
Definition sowie die Merkmale eines Clearinghouses anhand eines Beispiels aus
dem Internet erläutert. Dieses Beispiel steht exemplarisch für eine "Datenkomprimierung",
dem "Data Mining". Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Konzeption
des Clearinghouses, bezogen auf die Anforderungen des IWF. Es werden spezifische
Merkmale entwickelt und die Vorgehensweise für das Suchen und Bewerten von gefundenen
Links zur Zellbiologie beschrieben. Das vierte Kapitel schließlich befaßt sich
mit dem praktischen Teil der Arbeit, in dem das Internet-Layout des IWF-Clearinghouses
unter "Coporate Design"-Aspekten programmiert und die gefundenen Links
strukturiert und kommentiert werden.
Abschließend werden die Ergebnisse in einer Schlußbetrachtung
zusammengefaßt.